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Gottfried Ringli (1928–2016)

Gottfried_Ringli_unbearb

1928–1990

Gott­fried Ring­li kommt am 4. Juni 1928 in Uh­wie­sen (ZH) zur Welt. Sein Beruf ist Pri­mar- und Se­kun­da­r­leh­rer. Seine Frau Ruth, die er 1944 am Leh­rer­se­mi­nar ken­nen­lernt, ist auch Leh­re­rin. Ge­mein­sam las­sen sich Ruth und Gott­fried zu Ge­hör­lo­sen­leh­rern aus­bil­den. Ein Jahr spä­ter ent­sch­liesst sich Gott­fried Ring­li je­doch, das Leh­rer­pa­tent für die Se­kun­dar­schu­le zu er­wer­ben. Ruth zieht ihre Aus­bil­dung zur Ge­hör­lo­sen­leh­re­rin durch – und ar­bei­tet ab 1949 bis zu ihrer Hei­rat 1954 als Ge­hör­lo­sen­leh­re­rin in Wol­lis­ho­fen. Die kan­to­na­len Re­ge­lun­gen ver­bie­ten ihr je­doch als ver­hei­ra­te­te Frau die Wei­ter­be­schäf­ti­gung.
Trotz­dem gibt es für Ruth Ring­li eine Rü­ck­kehr nach Wol­lis­ho­fen. Gott­fried Ring­li wird 1959 Leh­rer an der neu ge­grün­de­ten Ober­stu­fen­schu­le für Ge­hör­lo­se und über­nimmt die Lei­tung der Schu­le. Doch be­reits 1961 wird er zum Di­rek­tor der Taub­stum­me­n­an­stalt Zü­rich er­nannt. Er wohnt mit sei­ner Fa­mi­lie bis zu sei­ner Pen­sio­nie­rung 1990 in der Di­rek­to­ren­woh­nung im Ge­bäu­de an der Fro­halpstrass­se.
Seine Frau Ruth un­ter­stützt ihn dabei, das Leben im In­ter­nat zu ge­stal­ten und über­nimmt 1973 die Haus­wirt­schaft­li­che Lei­tung. Ruth Ring­li ist also ge­wis­ser­mas­sen die gute Seele der In­sti­tu­ti­on. Sie nutzt ihren Ein­fluss, um die Schu­le ge­hör­lo­sen­ge­rech­ter zu ge­stal­ten. Ihre Fä­hig­keit ist le­gen­där, mit we­ni­gen Mit­teln fest­li­che De­ko­ra­ti­o­nen zu schaf­fen und Ge­hör­lo­se damit zu er­freu­en.
Das tragbare Hörgerät

1950er

Das tragbare Hörgerät
Kaum vor­stell­bar heute: Hör­hil­fen waren frü­her oft gross, sper­rig oder in Ac­ces­soires und Mö­beln ver­steckt. Mit der Tran­sis­tor­tech­nik wer­den Hör­ge­rä­te klei­ner, leich­ter und all­tags­taug­li­cher – und wan­dern Schritt für Schritt näher ans Ohr.

1928–1990

Gott­fried Ring­li kommt am 4. Juni 1928 in Uh­wie­sen (ZH) zur Welt. Sein Beruf ist Pri­mar- und Se­kun­da­r­leh­rer. Seine Frau Ruth, die er 1944 am Leh­rer­se­mi­nar ken­nen­lernt, ist auch Leh­re­rin. Ge­mein­sam las­sen sich Ruth und Gott­fried zu Ge­hör­lo­sen­leh­rern aus­bil­den. Ein Jahr spä­ter ent­sch­liesst sich Gott­fried Ring­li je­doch, das Leh­rer­pa­tent für die Se­kun­dar­schu­le zu er­wer­ben. Ruth zieht ihre Aus­bil­dung zur Ge­hör­lo­sen­leh­re­rin durch – und ar­bei­tet ab 1949 bis zu ihrer Hei­rat 1954 als Ge­hör­lo­sen­leh­re­rin in Wol­lis­ho­fen. Die kan­to­na­len Re­ge­lun­gen ver­bie­ten ihr je­doch als ver­hei­ra­te­te Frau die Wei­ter­be­schäf­ti­gung.
Trotz­dem gibt es für Ruth Ring­li eine Rü­ck­kehr nach Wol­lis­ho­fen. Gott­fried Ring­li wird 1959 Leh­rer an der neu ge­grün­de­ten Ober­stu­fen­schu­le für Ge­hör­lo­se und über­nimmt die Lei­tung der Schu­le. Doch be­reits 1961 wird er zum Di­rek­tor der Taub­stum­me­n­an­stalt Zü­rich er­nannt. Er wohnt mit sei­ner Fa­mi­lie bis zu sei­ner Pen­sio­nie­rung 1990 in der Di­rek­to­ren­woh­nung im Ge­bäu­de an der Fro­halpstrass­se.
Seine Frau Ruth un­ter­stützt ihn dabei, das Leben im In­ter­nat zu ge­stal­ten und über­nimmt 1973 die Haus­wirt­schaft­li­che Lei­tung. Ruth Ring­li ist also ge­wis­ser­mas­sen die gute Seele der In­sti­tu­ti­on. Sie nutzt ihren Ein­fluss, um die Schu­le ge­hör­lo­sen­ge­rech­ter zu ge­stal­ten. Ihre Fä­hig­keit ist le­gen­där, mit we­ni­gen Mit­teln fest­li­che De­ko­ra­ti­o­nen zu schaf­fen und Ge­hör­lo­se damit zu er­freu­en.

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Quellen:

Bild Gottfried Ringli: mit freundlicher Genehmigung der ZGSZ

Gebhard Michael (2019). Gebärdensprachforschung in der Schweiz. Eine Erfolgsgeschichte mit vielen Vätern. Der Beitrag von kleinen Playern am Beispiel des Vereins zur Unterstützung der Gebärdensprache der Gehörlosen (VUGS), in: Marion Schmidt Anja Werner (Hrsg.): Neue Impulse zur Gehörlosengeschichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, S. 235–262.

Text: Ein Pionier hat uns verlassen, Verfasser: Toni Kleeb, Sonos 2017

Unser Weg, in Gehörlosenzeitung (vollständige Angaben folgen)

Lebenslauf Ruth Ringli

Lebenslauf Gottfried Ringli