Inspirationsboards: Was ist wohl damit gemeint? An unserer Schule wird laufend weiterentwickelt, wie gehörlose, hörbeeinträchtigte und kognitiv beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler unterstützt werden können.
Eine unserer Lehrinnen der Mittelstufe hat das Thema ‘Inspirationsboard als multimodales, inklusives Lehr-Lerninstrument’ in ihre Masterarbeit aufgenommen». Sie erklärt die Boards folgendermassen:
«Inspirationsboards dienen der visuellen Strukturierung von Lernprozessen, der Inspiration sowie der Unterstützung selbständigen Arbeitens und sind konsequent multimodal aufgebaut. Ziel ist es, die unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Kommunikationsbedürfnisse hörender, schwerhöriger und gehörloser Schülerinnen und Schüler gleichwertig zu berücksichtigen.»
Was einfach aussieht, ist komplex: Jedes Inspirationsboard kombiniert mehrere Zugangsformen: Zunächst ein reales Foto des Gegenstandes, damit die Schülerinnen und Schüler einen echten Bezug zum Gegenstand herstellen können; das Foto fungiert also als Orientierungshilfe. Über einen QR-Code wird auf ein gebärdensprachliches Video verlinkt, das die Inhalte des Boards in Deutsch-schweizerische Gebärdensprache DSGS vermittelt. Dieses Video entspricht dem Konzept des medialen Gebärdens, bei dem Gebärdensprache über digitale Medien dauerhaft verfügbar gemacht wird und damit eine funktionale Entsprechung zur Schriftsprache darstellt.
Spannend, oder? Durch die Kombination von Bild, Gebärdensprache, Schrift (in Leichter Sprache), auditivem Hörtext und haptischen Elementen werden multiple Zugangsformen zur Repräsentation von Lerninhalten realisiert. Gleichzeitig eröffnen die Boards unterschiedliche Möglichkeiten der Handlung und des Ausdrucks. Damit können die Schüler:innen selbst entscheiden, welche Zugangsformen sie nutzen wollen.
Clever, visionär und zielorientiert.