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Inspirationsboard Nagel

23.06.2026

kombiniertes Lerninstrument

Inspirationsboards: Was ist wohl damit gemeint? An unserer Schule wird laufend weiterentwickelt, wie gehörlose, hörbeeinträchtigte und kognitiv beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler unterstützt werden können.


Eine unserer Lehrinnen der Mittelstufe hat das Thema ‘Inspirations­board als multimodales, inklusives Lehr-Lerninstrument’ in ihre Masterarbeit aufgenommen». Sie erklärt die Boards folgendermassen:


«Inspirationsboards dienen der visuellen Strukturierung von Lern­prozessen, der Inspiration sowie der Unterstützung selbständi­gen Arbeitens und sind konsequent multimodal aufgebaut. Ziel ist es, die unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Kommunikationsbe­dürf­nisse hörender, schwerhöriger und gehörloser Schülerinnen und Schüler gleichwertig zu berücksichtigen.»


Was einfach aussieht, ist komplex: Jedes Inspirationsboard kombi­niert mehrere Zugangsformen: Zunächst ein reales Foto des Gegen­standes, damit die Schülerinnen und Schüler einen echten Bezug zum Gegenstand herstellen können; das Foto fungiert also als Orientierungshilfe. Über einen QR-Code wird auf ein gebärden­sprach­li­ches Video verlinkt, das die Inhalte des Boards in Deutsch-schweizerische Gebärdensprache DSGS vermittelt. Dieses Video entspricht dem Konzept des medialen Gebärdens, bei dem Gebärdensprache über digitale Medien dauerhaft verfügbar gemacht wird und damit eine funktionale Entsprechung zur Schriftsprache darstellt.


Spannend, oder? Durch die Kombination von Bild, Gebärden­sprache, Schrift (in Leichter Sprache), auditivem Hörtext und hapti­schen Elementen werden multiple Zugangsformen zur Repräsen­tation von Lerninhalten realisiert. Gleichzeitig eröffnen die Boards unterschiedliche Möglichkeiten der Handlung und des Ausdrucks. Damit können die Schüler:innen selbst entscheiden, welche Zugangs­formen sie nutzen wollen. 


Clever, visionär und zielorientiert.