Sprachentwicklungskonzept

Sprachentwicklungskonzept (ungewertete Aufzählung)

Sprachkultur
In der Schule für Gehör und Sprache wird Sprache vielfältig in unterschiedlichen Formen und den verschiedenen Kontexten angepasst angewandt: Dialoge, Gesprächsrunden, Diskussion, Disput, Flüstern, Text, Referieren, Erzählen, Vermuten, Streiten etc.

Therapeutisches Milieu
Sämtliche Ressourcen der Schule für Gehör und Sprache dienen der kommunikativen Entfaltung der anvertrauten SchülerInnen. Dies bedeutet, dass das Klima des Alltags anregend ist und einen kommunikativen Aufforderungscharakter hat. Die Kinder werden ermuntert und gestützt, sich sprachlich situationsadäquat auszudrücken.

Sprachgestaltung
Es wird eine spracherweiternde Kommunikation (Auffangmethode) angewandt, die, gestützt auf die Interessen und Aussagen der Kinder die kommunikativen Kompetenzen im Dialog erweitert durch stete inhaltliche und formale Ergänzung.

MitarbeiterInnen
Die MitarbeiterInnen sind grundsätzlich an Fragen der Kommunikation interessiert. Sie verwenden eine vielfältige und reiche Sprache. Sie kennen die wichtigsten Kommunikationsregeln und bilden sich prioritär und vertiefter in Fragen der Sprachentwicklung weiter. Gehörlose MitarbeiterInnen verwenden im Kontakt mit den Kindern die Gebärden- und die Schriftsprache, hörende MitarbeiterInnen die Lautsprache (ausschliesslich oder unterstützt mit Gebärden) und die Schriftsprache.

Individuelle Gestaltung Sprachangebot
Auf Grund der sehr unterschiedlichen Bedürfnisse und Begabungen der uns anver-trauten Kinder wird im individuellen Gespräch je nach Absicht und Zielsetzung der Kontaktnahme ein angepasstes Sprachangebot verwendet, von ausschliesslich lautsprachlich bis stark visuell gestützt.

Hör-/Sprecherziehung
Mittels Hör-/Sprecherziehung werden Fertigkeiten gezielt geübt und ins Ausdrucksrepertoire eingegliedert.

Übungen
In den Schulalltag werden täglich unterschiedliche Übungen der Sprachproduktion unter Anleitung der pädagogischen Fachkraft eingebaut. Die SchülerInnen entwickeln ein Bewusstsein für den Sinn dieser Forderungen.

Dialoge
Täglich werden zwei bis drei Kurzdialoge mit jedem Kind zu einem selbst gewählten Thema geführt.

Kontrastiver Sprachgebrauch
Gehörlose und hörende MitarbeiterInnen arbeiten gemeinsam und/oder ergänzend an der sprachlichen Entfaltung der SchülerInnen, indem Gebärden- und Lautsprache miteinander verglichen werden, Übersetzungen vorgenommen werden etc.

Diagnose gestützte Beratung
Die SchülerInnen werden nach Eintritt durch den Schulpsychologen und die Logopädin kurz abgeklärt. Bei Vorliegen von spezifischen Problemstellungen im Sprachbereich oder auf Wunsch der Eltern oder MitarbeiterInnen werden vertiefende Tests durchge-führt mit nachfolgender Beratung.

Anamnese
Vor Eintritt der SchülerInnen findet mit den Eltern ein vertiefendes anamnestisches Gespräch statt über die Kommunikationspraxis und –erfahrungen in der Familie. Diese Anamnese ist Grundlage für die weitere Massnahmengestaltung im kommunikativen Bereich.

Förderplanung
In regelmässigen Fördergesprächen wird prioritär und vertieft die kommunikative und/oder sprachliche Entwicklung des Kindes besprochen, werden Massnahmen evaluiert. Die Förderplanung basiert auf ICF (Classification of functions, WHO).

Elternberatung/-schulung/-motivation
In Gesprächen mit den Eltern wird die Bedeutung der familiären Kommunikation für das Kind betont und werden gemeinsam Wege entwickelt zur Verbesserung derselben. Eltern werden durch Kurse und durch direkte Anleitung befähigt, sich im Alltag sprachlich ihrem Kind zuzuwenden.

Gebärdenkurse
Für MitarbeiterInnen und für Eltern werden Gebärdenkurse in LBG und in Gebärdensprache angeboten.

Audiologische Beratung
Eltern und MitarbeiterInnen werden im Gebrauch und in der Handhabe von Hörgeräten unterstützt und beraten. Durch eine regelmässige Überprüfung des Gehörs und der technischen Hilfsmittel wird eine optimale Nutzung des Restgehörs sicher gestellt.

Bibliothek, Schriftlichkeit
Durch ansprechende und anregende Präsentation von Büchern und weiteren schriftlichen Produkten werden die Kinder angeregt, sich mit Texten zu befassen. Zudem werden Informationen und Anweisungen auch in schriftlicher Form präsentiert.

Literaturliste
MitarbeiterInnen werden auf neue Publikationen zum Thema Sprachentwicklung aufmerksam gemacht. In der Fachbibliothek wird eine umfassende Dokumentation aufgebaut.

Verantwortlichkeit
Die Verantwortlichkeit für die sprachliche Entfaltung liegt gemeinsam bei den pädagogischen MitarbeiterInnen, den Eltern und den Kindern.


Kontakt

Schule für Gehör und Sprache ZGSZ
Frohalpstrasse 78
CH-8038 Zürich
Tel. +41 43 399 89 39
Fax +41 43 399 89 38
Telescrit +41 43 399 89 37
E-Mail
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Webseiten SGSZ

Website des Elternforums Schule für Gehör und Sprache www.ef-sgsz.ch
Website Oberstufenklasse SGSZ www.zgsz-schule.ch